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Hier stellen wir hin und wieder aktuelle Berichte oder sonstige Informationen ein.


Die Strudelmus – Story

Visionen einfach machen - Rhöner Strudelmus Zwetschge 

Im Biosphärenreservat Rhön entsteht 2011 erstmals eine Leckerei der besonderen Art: „Das Rhöner Strudelmus Zwetschge“

Auf den kargen Böden in den Höhenlagen, im rauen Klima der Rhön, wachsen die Zwetschgen lat. Prunus domestica nur sehr langsam zur ihrer länglich, eiigen Form. Der Geschmack wird in der langen Zeit bis zur Reife in den kleinen Früchten sehr intensiv konzentriert.

In der Veredlung der süßen Früchte kommt der Geschmack im Zusammenspiel mit Rhöner Äpfeln, gerösteten Mandeln, Rosinen und Gewürzen zur Entfaltung. Diese Köstlichkeit bedarf keiner künstlichen Zusatzstoffe. Das Geheimnis sind die Zutaten und die schonende Zubereitung.

Nach einer Idee von Astrid Schäfer entwickelte Jörg Disse, EsStyle – Der Oekotrophologenkoch zum Mieten® gemeinsam mit den Auszubildenden des Ausbildungsverbundes Rhöner Lebensmittel e. V. eine richtige Spezialität. Höchster Qualitätsanspruch, Zwetschgen, die garantiert nur aus der Rhön kommen und eine traditionelle handwerkliche Fertigung garantieren einen unvergleichlichen Genuss.

Entstehung und Realisierung des Projektes

 Immer wenn in der Rhön ein extremes Obstjahr eintritt, verdirbt ein Teil der Früchte ungeerntet auf den Streuostwiesen. Fehlende Kapazitäten zur Ernte und die Möglichkeit der Weiterveredlung brachten Astrid Schäfer mit ihren Ideen dazu, das Netzwerk aus Überangebot an Obst und den Bedarf an sinnvollen Ausbildungsprojekten mit regionalem Bezug zu verbinden. Es entstand aus dieser Herausforderung eine Lösung, bei der regionale Wertschöpfung als echter Mehrwert auch noch einem gemeinnützigen Projekt zugute kommt.

Die Verbindung von im Übermaß verfügbarem Streuobst, dem Mut Visionen zu wagen und der Kenntnis um wirtschaftliche Zusammenhänge, ließen Astrid Schäfer im Laufe von mehreren Jahren Ihre Vision zu einem Rhöner Genuss entwickeln. Als freiberuflich tätige Unternehmensbegleiterin mit viel Liebe zu den Schätzen ihrer Rhöner Wahlheimat legte sie den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Notwendig waren zur erfolgreichen Umsetzung natürlich realistische Ziele und die Gewinnung engagierter Unterstützer.

Die Vision heimisches Streuobst zu Rhöner Strudelmus zu veredeln, benötigte für die Verwirklichung außer der Organisatorin, noch eine küchenfachliche Begleitung und Küchenpersonal, das bereit war, flexibel zu reagieren, sobald die Erntezeit beginnt. So kamen als weitere Projektpartner Jörg Disse, EsStyle – Der Oekotrophologenkoch zum Mieten® für Fulda, Rhön und Hessen sowie der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e. V. hinzu.

Nachdem sich die richtigen Partner gefunden hatten, wurden in der Erntezeit 2011 die ersten Mengen des Rhöner Strudelmuses aus Zwetschgen hergestellt. Die Aufgabenverteilung ergab sich aufgrund der geleisteten Vorarbeit und der Vorkenntnisse der Beteiligten als logische Konsequenz.

Während sich Astrid Schäfer als Projektkoordinatorin um die Terminabstimmung, die erforderlichen Erntemengen und die Vermarktung kümmerte, entwickelte Jörg Disse EsStyle - Der Oecotrophologenkoch zum Mieten® die Produktidee in der Küche weiter und widmete sich dem Einkauf. Für die Verarbeitung der Früchte konnte der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e. V. mit seiner Küche im Handwerkerhof in Hilders gewonnen werden. Hier wurde gewaschen, entkernt, gekocht und abgefüllt. So entstand ein richtiges Manufakturprodukt, das natürlich ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt.

Der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e. V. wurde zum einen wegen seiner regionalen Ausrichtung für die Umsetzung ausgewählt, zum zweiten auch angesichts der Wünsche der Auszubildenden, einmal etwas anderes als die Schul- und Kindergartenverpflegung herzustellen. Die Notwendigkeit, dem Projekt im Handwerkerhof Hilders mit solchen Produkten neue Einnahmequellen zu erschließen, spielte bei der Zusammenarbeit eine wichtige Rolle.

Nachhaltiges Wirtschaften ist keine Einjahresaktion, so planen die drei Partner für 2012 gemeinsam neue Aktivitäten. Sie wollen damit beweisen, dass regionales Wirtschaften und gesundes Kochen nicht nur aus ideellen Motiven sinnvoll ist, sondern dass man damit im Team auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

Handwerkerhof Hilders feiert mit den „Grasmücken“

Vor einem Jahr wurde das Ausbildungszentrum im Handwerkerhof Hilders in Betrieb genommen. Das Projekt hat seitdem eine gute Entwicklung genommen. Seit 2006 bildet der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. gemeinsam mit Betrieben der Rhön Lehrlinge in der Gastronomie, dem Lebensmittelhandwerk und der Hauswirtschaft aus und hat so bereits 55 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen.

Seit September 2010 wird im Handwerkerhof selbst ausgebildet, denn hier ist eine Kochausbildung im Verbund mit anderen Betrieben möglich. Mit Mitteln des Landes Hessen, des Europäischen Sozialfonds, des Landkreises Fulda und nicht zuletzt der Gemeinde Hilders wurden sechs Lehrlingszimmer, Gruppenräume und eine Lehrküche eingerichtet. Schulen und Kindergärten im Ulstertal und in Frankenheim, aber auch einige Senioren am Ort sind dankbare Abnehmer der im Zentrum hergestellten Mittagsverpflegung. Der Schulstandort Hilders wurde so zum Modellprojekt im Landkreis Fulda für gesunde Ernährung mit regionalen Produkten.

Fünf neue Lehrlinge haben am 1. August 2011 ihre Ausbildung im Verbund begonnen. Grund genug, das einjährige Jubiläum mit einem Fest zu feiern, das musikalisch von der Rhöner Kultband „Die Grasmücken“ gestaltet wird. Unter dem Motto „Die Rhön triffts Mittelmeer“ werden zudem mediterRhöner Erzeugnisse der Lehrküche und Getränke angeboten.

Das Fest findet am

Freitag, 19. August, ab 17.00 Uhr im Hof des Ausbildungszentrums

hinter dem Gemeindehaus Hilders, Marienstr. 3, statt.

Bei ungünstiger Witterung wird in der Gastscheune des Hotels Engel in der Marktstraße gefeiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Spenden für die weitere Arbeit des Vereins werden dankbar angenommen.


Neue Lehrstellen im Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel  2011
Auch in diesem Jahr bietet der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. wieder neue Lehrstellen in verschiedenen Berufen an. .Voraussetzung für eine Bewerbung ist handwerkliches Geschick sowie Freude an Berufen, die Phantasie und Flexibilität erfordern.  

Für den Ausbildungsbeginn am 1.8.2011 bietet der Verbund noch Lehrstellen als
Koch und Restaurantfachkraft an. 
Bewerbungen an:
Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V.
Dieter Lomb
Baunsbergstr. 7
34131 Kassel
e-mail:
Dieter.Lomb@ekkw.de
Internet: www.ausbildungsverbund-rhoen.de


Hilfe bei Allergien 
Modellprojekt für gesunde Lebensmittel am Schulstandort Hilders

Ein Löffel Erdbeerquark und die Haut bekommt rote Flecken, ein Stückchen Fertigpizza und Atemnot stellt sich ein .... Immer mehr Deutsche - geschätzte vier bis sieben Millionen - reagieren allergisch auf Lebensmittel. Das Problem: Selbst wenn sie wissen,
wogegen sie allergisch sind, kann es passieren, dass sie ungewollt das verbotene Lebensmittel verzehren. Denn wer weiß schon, dass normale Vollmilchschokolade Nüsse enthält, Parmesan mit Hilfe von Mehl streufähig gehalten und so mancher Orangensaft mit Molke versetzt wird?

Sandra Limpert vom Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V.  kennt diese Probleme von Allergikern genau. Sie hat an der Reformhaus-Fachakademie in Oberursel die einwöchige Fortbildung  „Lebensmittel-Allergien“ mit Dr. med. Uwe Siedentopp  absolviert. Jeder Allergiker braucht die Sicherheit, dass er sein Allergen wirklich meiden kann. Deshalb informiere ich mich genau, was in welchem Lebensmittel enthalten ist, bevor ich unsere Schul- und Kindergartenverpflegung koche, denn für Kinder mit einer Lebensmittel-Allergie ist wichtig zu wissen, dass sie die für sie vorbereiteten Produkte bedenkenlos essen können und umgekehrt: wo sich häufige Allergieauslöser wie z.B. Bestandteile aus Milch, Eiern oder Zitrusfrüchten verbergen können." 

Hierbei arbeitet Sandra Limpert mit speziellen Lebensmittellisten.

Reformhäuser, Bio-Läden und auch Supermärkte bieten bereits für jede Allergiker-Gruppe ein breites und schmackhaftes Spezialsortiment. Auch wenn eine Allergie lange Zeit bestehen kann, ist bei Ausschluss des entsprechenden Lebensmittels ein symptomfreies Leben gut möglich.

Sandra Limpert gibt auch gerne persönlich konkrete Tipps und Produktempfehlungen. Wie man trotz einiger Einschränkungen raffiniert und abwechslungsreich kocht, zeigen Rezepte, die sie kostenlos an ihre Kunden weitergibt. Wer wenig Zeit hat, findet auch im Bio-Laden schon leckere Fertiggerichte, die weniger Zutaten enthalten und ohne synthetische Zusatzstoffe hergestellt wurden. „Aber am sichersten – und am leckersten! – ist es, wenn man selbst mit frischen, regionalen Produkten kocht“, sagt sie, und weiter: „kreativ wird man eigentlich erst richtig, wenn man eine etwas eingeschränkte Palette an Zutaten hat, und dann daraus etwas schmackhaftes zaubern soll“ Das hat sie in der Zeit als sie ausschließlich vegetarisch und vegan kochte immer wieder feststellen können.

Besonders wichtig findet Sandra Limpert die Vorbeugung. "Wer bereits eine Pollenallergie hat, sollte etwas aufpassen. Denn manche Lebensmittel, vor allem Obst und Nüsse, haben ähnliche Allergene wie Pollen. Man spricht dann von Kreuzreaktionen." Baumpollenallergien weiten sich oft auf Kern- oder Steinobst, Kiwi, Karotten, Nüsse oder Sellerie aus. Graspollenallergiker können die gleichen Beschwerden beim Verzehr von
Getreide
; Hülsenfrüchten und Paprika bekommen.

Wer sich zum Thema Allergien informieren will, ist bei Sandra Limpert im Handwerkerhof Hilders unter Telefonnummer 06681/3751391 oder per e-mail: limpert@ausbildungsverbund-rhoen.de herzlich willkommen.

Der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. versorgt seit über einem Jahr die Ulstertalschule in Hilders und die Kindergärten in Hilders und Frankenheim sowie interessierte Einzelhaushalte mit gesundem Mittagsessen. Dabei leitet Frau Limpert zurzeit fünf Lehrlinge an, die dafür sorgen, dass die Versorgung klappt. 

Dank eines Förderprogramms der Hessischen Landesregierung für Hauptschüler konnten bereits vier weitere Lehrverträge für das neue Ausbildungsjahr geschlossen werden. Eine Initiative des Landkreises Fulda sieht vor, dass der Schulstandort Hilders zum Modellprojekt für gesunde Lebensmittel aus regionaler Erzeugung entwickelt wird.


Evangelische Handwerkerarbeit verhilft sieben Rhöner Lehrlingen zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss

Der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V., ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Handwerkerarbeit, des Kreisbauernverbandes und der Kreishandwerkerschaft Fulda, freut sich über den erfolgreichen Ausbildungsabschluss von sieben Lehrlingen aus Rhöner Lebensmittelbetrieben. Erfolgreichste Teilnehmerin des Ausbildungskurses 2006-2009 war Melanie Henkel aus Hofbieber, die bundesweit als Viertbeste ihres Jahrganges die Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert hat.

 Bei einer Feierstunde in der Fuldaer Gaststätte „Alte Pfandhausstube“ resümierte Dieter Lomb, Bil­dungsreferent der Evangelischen Handwerkerarbeit und Vorstandsmitglied des Ausbildungsverbun­des: „Das fachliche Wissen haben die Azubis in den Betrieben vermittelt bekommen, der Ausbil­dungsverbund hat ihnen die Wertschätzung der Rhöner Heimat und der regionalen Produkte mit auf den Weg gegeben.“

Der Ausbildungsverbund organisiert seit 2006 zusätzliche Ausbildungsplätze, bei denen sich jeweils zwei Betriebe einen Azubi „teilen.“ Fachlich und sozialpädagogisch werden die Rhöner Lehrlinge durch den Fuldaer Bildungsträger PRISMA gGmbH unterstützt. Sozialpädagogin Karin Holste hatte diese Aufgabe für den ersten Lehrlingsjahrgang übernommen und wurde während der Feierstunde verabschiedet, da sie eine neue Stelle antritt.

 Finanziell gefördert wird das Projekt durch das hessische Landesprogramm „Ausbildung in Partner­schaften“ und den Europäischen Sozialfonds.


2008

Ausbildungsverbund sucht Förderer

An einem Info-Abend in der Alten Schule Hilders für interessierte Einzelpersonen, Betriebe, Verbände und soziale Einrichtungen warb der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. am Mittwochabend (3.9.08) um Unterstützung für die Einrichtung eines Ausbildungszentrums mit Lehrlingswohnanlage im Hilderser Handwerkerhof (FZ-Bericht vom 16.7.08).
Der Vorsitzende des Vereins, der Obermeister der Fleischerinnung Fulda und Gastronom Ludwig Leist, machte zu Beginn auf den Bewerbermangel gerade für die handwerklichen Lebensmittelberufe aufmerksam. Angesichts der demografischen Entwicklung steht zu befürchten, dass schon bald Fachkräfte fehlen werden, um den hohen Standard in Produktion und Dienstleistung zu halten und kontinuierlich zu verbessern.

Der 2003 gegründete Ausbildungsverbund hat zusammen mit der Kreishandwerkerschaft zahlreiche Informationsveranstaltungen in den Schulen des Landkreises durchgeführt und über 200 Praktika in Lebensmittelbetrieben organisiert. Seit 2006 konnten insgesamt 20 zusätzliche Ausbildungsplätze in jeweils zwei Betrieben, die sich einander in ihrer Ausbildungsleistung ergänzen, geschaffen werden. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Hessischen Landesregierung und des Europäischen Sozialfonds.

Der Vorsitzende des Vereins „Natur- und Lebensraum Rhön“ und Geschäftführer des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld, Dr. Hubert Beier und Bürgermeister Hubert Blum dankten dem Ausbildungsverbund für die geleistete Arbeit und sprachen sich für die Gründung eines Ausbildungszentrums aus, um die Ausbildung in den Lebensmittelberufen für Jugendliche attraktiver zu gestalten und ihnen in der Region eine Berufsperspektive eröffnen zu können.

Anschließend stellten die Vorstandsmitglieder des Verbundes Sabine Schlöder (Hauswirtschaftsservice „Die gute Fee“, Hofbieber) und Dieter Lomb (Bildungsreferent der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck) die Planungen für das Zentrum vor. Es soll bis zu zwölf Auszubildende beherbergen können und mit einer „Lehr-, Schau-, Mitmach- und Versorgungsküche ausgestattet werden. Großen Wert legt der Verbund auf das Miteinander der Generationen und die Zusammenarbeit mit diakonischen und Selbsthilfeeinrichtungen für ältere und nicht-mobile Menschen. Für diese könnten haushaltsnahe Dienstleistungen vom Zentrum aus koordiniert werden und die Küche könnte sie ebenso wie die Kindergärten und Schulen des Ulstertales mit gesunden Lebensmitteln aus regionaler Erzeugung versorgen.

Küche und Service sollen dem Verbund helfen, die laufenden Kosten zu finanzieren und der Gemeinde Hilders eine angemessene Miete zahlen zu können. Die Investitionen der Gemeinde in den Handwerkerhof könnten zu 60% aus EU-Fördermitteln   bezuschusst werden, da es sich um ein Leitprojekt des Regionalen Entwicklungskonzeptes Rhön handelt. Bei den laufenden Kosten besteht aber noch eine jährliche Deckungslücke von 20.000 Euro. Dafür wirbt der Verein um Fördermitglieder, die bereit sind, ihn mit einem jährlichen Beitrag von 600 Euro zu unterstützen.

 

 



Evangelische Handwerkerarbeit erneut an Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen beteiligt

Zweitägiges Einführungsseminar des Ausbildungsverbundes 
Rhöner Lebensmittel e.V. in Hilders

Der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V.  hat erneut sechs neue und zusätzliche Lehrstellen im Lebensmittelbereich einrichten können. In der Regel im halbjährlichen Wechsel werden zwei junge Damen und vier Herren aus der Rhön und dem Fuldaer Land in mindestens zwei Betrieben ausgebildet, die sich einander ergänzen und so eine breitere und qualitativ bessere Ausbildung ermöglichen können.

Im Verein haben sich engagierte Bäcker, Fleischer, Gastronomen und Landwirte zusammengetan, um für die Ausbildung in ihren Berufen zu werben und um jungen Menschen eine attraktive Berufsperspektive in der Region zu bieten. Professionell begleitet wird das Projekt vom Fuldaer Bildungsträger PRISMA gGmbH und dem Handwerksreferenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dieter Lomb.

Bereits 2006 wurden so zehn zusätzliche Lehrstellen bereitgestellt. Die Arbeit des Verbundes würdigte der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel im April diesen Jahres durch einen Besuch in der Bäckerei Stehling in Simmershausen, einem der Ausbildungsbetriebe des Verbundes. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Hessischen Landesregierung und des Europäischen Sozialfonds.

Um die Auszubildenden auf ihren Berufseinstieg vorzubereiten, fand diese Woche ein zwei-tägiges Seminar im Hotel Engel in Hilders statt. In angenehmer Atmosphäre wurde den Lehrlingen die besondere Bedeutung und die Qualität Rhöner Lebensmittel auch praktisch näher gebracht. Die Vision des Ausbildungsverbundes übermittelte der Vorsitzende Obermeister Ludwig Leist aus Hilders und gab jedem Teilnehmer praktische Ratschläge mit auf den beruflichen Weg. Auch der Bürgermeister der Marktgemeinde, Hubert Blum, wünschte den Auszubildenden einen guten Start in ihren gewählten Beruf.  

Unter Leitung von Dieter Lomb und Karin Holste vom Bildungsträger PRISMA wurden Erwartungen und Sorgen der Teilnehmer in einem Workshop bearbeitet und am Abend stand den Berufsanfänger/innen die Küche des Hauses zur Verfügung und so konnten sie unter Anleitung selbst Hand anlegen für ein schmackhaftes Vier-Gänge-Menu.  

Eine angebotene Lehrstelle als Koch/Köchin im Raum Hünfeld konnte bisher noch nicht besetzt werden. Voraussetzung für eine Bewerbung ist mindestens ein guter Hauptschulabschluss, ein Mindestalter von 16 Jahren, handwerkliches Geschick sowie Freude an einem Beruf, der Phantasie und Flexibilität erfordert.  

oder bei Dieter Lomb, Fachgruppe Handwerk

Baunsbergstr. 7, 34131 Kassel
Tel. 0561-92001268
e-mail: lomb.lka@ekkw.de


Wirtschaftsminister Rhiel besucht Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V.

 Im Rahmen der „Tour für Ausbildung 2007“ hat Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel am Freitag die Rhönkornbäckerei Stehling in Hilders-Simmershausen besucht. Begleitet wurde er vom Obermeister der  Fleischerinnung Fulda, Ludwig Leist und Dieter Lomb, dem Fachreferenten Handwerk der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, auf deren Initiative hin der Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. im Jahre 2003 entstand und zu dessen Gründungsmitgliedern auch Bäckermeister Günter Stehling zählt.

 Rhiel appellierte an die Unternehmen, im ureigensten Interesse für genügend Ausbildung zu sorgen, um auch in Zukunft genügend qualifizierte Mitarbeiter zu haben. Der Minister würdigte den Ausbildungsverbund für die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze durch die sogenannte „Ausbildung in Partnerschaft“. Im Nahrungsmittelhandwerk (Bäcker, Fleischer), in der Gastronomie sowie in der Landwirtschaft sind so im letzten Jahr neun zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen worden. Auch in diesem Jahr bietet der Verbund noch freie Ausbildungsplätze als Fleischer, Bäcker und im Gastronomiegewerbe.

  „Die Ausbildung erfolgt dabei in einem so genannten Stammbetrieb“, erläuterte Dieter Lomb die Verbundausbildung. „Ergänzt wird sie durch wesentliche Ausbildungsinhalte bei geeigneten Verbundpartnern.“ Der Verbund möchte damit die Berufe stärker miteinander verzahnen. So soll z.B. der Koch auch wissen, was der Bäcker oder der Fleischer macht, und umgekehrt.  Gleichzeitig möchte der Verein den jungen Leuten eine Wertschätzung für ihren erlernten Beruf und auch für die Nahrungsmittel, mit denen sie tagtäglich umgehen, vermitteln. „Denn die Lebensmittel aus der Rhön gehören nun mal zum Besten, was es in Deutschland gibt“, so Fleischermeister Ludwig Leist.

 „Die verbundbedingten Mehrkosten der Ausbildungsplätze werden mit Mitteln des Landes Hessen und  des Europäischen Sozialfonds gefördert. Mit der Ausbildung in Partnerschaft wird auch die Qualität der Ausbildung erheblich verbessert. Damit steigen die Chancen der Jugendlichen im erlernten Ausbildungsberuf“, betonte der Minister.

Rhiel wies auch darauf hin, dass mit den zusätzlichen Ausbildungsplätzen die Region als Ausbildungsstandort gestärkt würde. So wäre es mit den zusätzlichen Ausbildungsplätzen des Verbundes gelungen, den Schulstandort Hilders der Konrad-Zuse-Schule zu stabilisieren. Und mehr Wertschätzung gegenüber den Auszubildenden und gegenüber den Nahrungsmitteln bedeute auf Dauer auch mehr Wertschöpfung in den Betrieben, was der wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Region zugute käme.

 Die Landesregierung möchte, dass alle Jugendliche ein Angebot für einen guten Einstieg in die berufliche Zukunft erhalten. Mit der Ausbildungsoffensive 2007 hat das Wirtschaftsministerium die Zahl der geförderten betrieblichen Ausbildungsplätze im Vergleich zum letzten Jahr um rund 1.500 auf 4.000 Ausbildungsplätze erhöht und die Förderung attraktiver gestaltet. Insgesamt stellt die Landesregierung für die Ausbildungsoffensive 2007 rund 29 Millionen Euro zu Verfügung – das sind 17 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Dies zeigt den absoluten Vorrang, den die Hessische Landesregierung diesem Thema einräumt“, so Rhiel.

 Kontakt und weitere Informationen: www.ausbildungsverbund-rhoen.de  



Bericht aus der Maiausgabe
"Wirtschaft, Arbeit, Soziales" der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck